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Im Dialog die Qualität verbessern

Das IQM Peer Review Verfahren hilft Spitälern und Kliniken, unter Einbezug von externen Fachpersonen, Optimierungspotenzial in den Behandlungsprozessen zu orten. Die Allianz Peer Review CH hat das in Deutschland entwickelte Verfahren unter anderem durch die Einbindung der Pflege erweitert. Die Rückmeldungen aus der Pilotphase 2015 sind überaus positiv.

Als hervorragendes Instrument für einen kontinuierlichen internen Verbesserungsprozess und eine offene Fehler- und Sicherheitskultur, hat sich in vielen Spitälern das Peer Review Verfahren des deutschen Vereins Initiative Qualitätsmedizin (IQM) etabliert. Mit der Mitgliedschaft bei IQM verpflichten sich die Spitäler zu drei Grundsätzen: Qualitätsmessung mit Routinedaten, Veröffentlichung der eigenen Ergebnisse und die Durchführung von Peer Review Verfahren. Bei einem Peer Review werden kritische Fälle unter Einbezug von externen Fachpersonen retrospektiv analysiert, auf mögliche Fehler in Abläufen und Strukturen untersucht und – falls notwendig – gemeinsam Qualitätsverbesserungsmassnahmen erarbeitet.

Anpassung an Schweizer Verhältnisse
Zusammen mit FMH und SVPL hat H+ im Herbst 2014 die „Allianz Peer Review CH“ gegründet, um das IQM Peer Review Verfahren zu helvetisieren. Im Unterschied zu Deutschland, wo das IQM Peer Review Verfahren ursprünglich nur auf Chefarztebene stattfindet, wird in der Schweiz mit dem interprofessionellen Ansatz die Pflege aktiv eingebunden.

Erfolgreich verlaufene Pilotprojekte
Im Herbst 2015 haben vier Pilotspitäler die helvetisierte Form des IQM Peer Review Verfahrens getestet. Die Evaluation hat gezeigt, dass sich die interprofessionelle Zusammensetzung der Teams und die Aufgabeteilung unter den Berufsgruppen bewährt haben. Die Allianz Peer Review CH empfiehlt deshalb, ab 2016 in der Schweiz alle IQM Peer Reviews interprofessionell durchzuführen und legt den Schweizer Spitälern und Kliniken die Mitgliedschaft bei IQM nahe.