Finanzielle Berichterstattung

Bilanz
Insgesamt hat sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert.

Die Mitglieder kommen ihren Zahlungsverpflichtungen erneut pünktlich nach. 2015 sind keine Debitorenverluste zu verzeichnen. Trotzdem ist bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein starker Anstieg gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Die Gründe dafür liegen in der erst Ende Jahr möglichen Rechnungsstellung für den H+ Kongress 2015. Das Verlustrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch ein angemessenes Delkredere abgedeckt.

Auch für alle anderen Positionen in der Bilanz gilt, dass für erkennbare Risiken entsprechende Rückstellungen gebildet wurden.


Die Bilanzposition Aktive Rechnungsabgrenzungen weist im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um CHF 22‘702 auf. Der Saldo setzt sich hauptsächlich aus Supportaufwand in den Bereichen Kommunikation und Betriebswirtschaft zusammen.

Die Finanzanlagen und Beteiligungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und betragen weiterhin CHF 142‘775.
Die Positionen Büromaschinen/Mobiliar und Informatik-Hardware wurden anhand der Nutzungsdauer linear abgeschrieben und weisen deshalb einen um CHF 13‘000 tieferen Wert gegenüber dem Vorjahr auf. Diese beiden Positionen sind neu unter Mobile Sachanlagen abgebildet. Die Immateriellen Werte beinhalten neu die separat erfassten Informatik-Softwarekosten, welche ebenfalls anhand der Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.
Bei der Liegenschaft der Geschäftsstelle (Immobile Sachanlagen) wurde eine ordentliche Abschreibung von CHF 60‘000 vorgenommen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten haben insgesamt um CHF 335‘681 abgenommen. Hier handelt es sich einerseits um Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und andererseits besteht eine Verbindlichkeit gegenüber der Branchenlösung Arbeitssicherheit (EKAS).

Die Passiven Rechnungsabgrenzungen beinhalten einen Betrag von CHF 7‘000 für die Revision der Jahresrechnung 2015. Weiter sind diverse nachträglich erfasste Spesen für das Projekt Peer Review berücksichtigt.
Die Hypothek auf dem Gebäude der Geschäftsstelle wird jährlich amortisiert um CHF 100‘000, was den kontinuierlichen Rückgang der Positionen Kurzfristige verzinsliche Verbindlichkeiten und Langfristige verzinsliche Verbindlichkeiten erklärt.
Die Rückstellungen zeigen einen erneuten Anstieg um CHF 393‘500. Hiermit sind sämtliche erkennbaren Risiken abgedeckt.
Der Jahresgewinn wird mit CHF 4‘024 ausgewiesen, was zusammen mit dem Vereinskapital und den Gebundenen Kapitalreserven ein Eigenkapital von rund 2,134 Mio. CHF ergibt.

Erfolgsrechnung

Das Total Nettoerlöse aus Lieferung und Leistung (betrieblicher Gesamtertrag) liegt um CHF 262‘456 über dem Vorjahreswert.
Leicht gestiegene Betriebsaufwände bei den Mitgliedern führten zu einem Mehrertrag von rund CHF 100‘000 bei den ordentlichen Mitgliederbeiträgen.
Die Kurs-/Prüfungsgebühren weichen leicht vom Vorjahresergebnis ab. Dies insbesondere aus zwei Gründen. Erstens hat die alle zwei Jahre durchgeführte Konferenz Rechnungswesen und Controlling im Berichtsjahr nicht stattgefunden. Zweitens sind Gebühren für das Anwenderseminar ITAR_K Gebühren erhoben worden, die im Vorjahr nicht angefallen sind.
Die Position Verkäufe beinhaltet den Verkauf von diversen Fachbüchern und Richtlinien. Das Handbuch REKOLE verzeichnete hier einen Ertragsrückgang von CHF 40‘000 gegenüber dem Erscheinungsjahr 2014.
Die Erträge aus den Auswärtigen Spitalstatistiken erreichen ziemlich genau den Vorjahreswert von rund CHF 180‘000.
Die Diversen Erlöse umfassen verschiedene Positionen, wobei der alle zwei Jahre durchgeführte H+ Kongress mitverantwortlich ist für die Zunahme gegenüber dem Vorjahr.

Einen starken Anstieg um rund CHF 440‘000 gegenüber dem Vorjahr verzeichnet der Personalaufwand. Für den Abschluss des Projektes „Revision TARMED“ werden zusätzliche Mittel benötigt, welche unter dieser Position in Form von Rückstellungen berücksichtigt sind.
Der Verwaltungs- und Vertriebsaufwand konnte im Vergleich zum Vorjahr stark reduziert werden. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass der Verein ANQ unter Berücksichtigung seiner Jahresrechnung 2014 beschlossen hat, auf das Inkasso der Jahresbeiträge 2015 zu verzichten (A7 Mitgliedschaftsbeiträge).
Weiter resultierte unter A7 Diverse Aufwände gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von rund CHF 200‘000. Hier wurden im Vorjahr Rückstellungen für die Neugründung der TARMED Suisse AG gebildet, welche im Berichtsjahr nicht mehr nötig waren. Ebenfalls einen Rückgang verzeichneten unter A7 die Rechts-/Beratungskosten. Auch hier sind im Vorjahr getätigte Rückstellungen die Ursache. Diese sind im Berichtsjahr nicht mehr angefallen.
Im Unterschied zum Vorjahr wurden im Berichtsjahr keine zusätzlichen Abschreibungen getätigt. Der Rückgang beträgt hier rund CHF 140‘000.
Praktisch identisch mit dem Vorjahr ist der Finanzaufwand. Hingegen weist der Finanzertrag einen Rückgang von CHF 73‘275 auf, was die Folge der Darlehensrückzahlung der SwissDRG AG und der damit verbundenen Zinsen im Vorjahr ist.

Bei den Ausserordentlichen, einmaligen und periodenfremden Erträgen ist eine Abweichung von rund CHF 340‘000 zum Vorjahr zu verzeichnen. Einerseits wurden Rückstellungen aufgelöst infolge von zusätzlichen Aufwänden für den eQualitätsbericht. Andererseits wurden im Bereich TARMED nicht benötigte Reserven aufgelöst.
Beim Ausserordentlichen, einmaligen und periodenfremden Aufwand hat H+ Reserven in den Höhe von CHF 600‘000 gebildet, insbesondere aufgrund erwarteter Veränderungen in der Mitgliederstruktur (Zusammenschlüsse) und für den Aufbau der Geschäftsstelle der ats-tms ag. Ebenfalls als Ausserordentliche Reservenbildung (A9.2) wurde der Nebenkostenfond für den Liegenschaftsunterhalt mit CHF 20‘000 aufgestockt.
Während im Vorjahr die Wertberichtigung Wertschriftenbestand (A9.1) das Ergebnis positiv beeinflusst hat, verzeichnete H+ im Berichtsjahr einen kleinen Verlust von CHF 6‘651 (A9.2).

H+ schliesst das Berichtsjahr 2015 mit einem Jahresgewinn von CHF 4‘024 ab.