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ST Reha in der entscheidenden Phase

2015 ist im Zeichen der nationalen Tarifentwicklung und damit des Projekts ST Reha gestanden. Die Datenerhebung und die daraus entwickelten Vorversionen der künftigen nationalen Tarifstruktur ST Reha beschäftigten die Mitglieder der Gruppierung Rehabilitation intensiv.

Aufbauend auf die Ende 2014 von der SwissDRG AG publizierten ST Reha Version 0.2, wurde 2015 das Datenerhebungsreglement so ergänzt, dass dort nun alle Fälle der Rehabilitation hinterlegt sind. Damit kann jetzt grundsätzlich jeder Anbieter von stationärer Rehabilitation an der Datenerhebung teilnehmen. Zusätzlich wurden Erhebungen durchgeführt, welche es erlauben sollen, seltene teure Leistungen zu erfassen. Gerade in pauschalierenden Systemen ist es wichtig, solche Leistungen zu kennen, damit sie in der Tarifstruktur jenen Fällen zugeordnet werden können, bei denen sie tatsächlich erbracht werden.

Erfreulich grosse Teilnahme an Datenerhebung
Für die datenerhebenden Kliniken galt es 2015, das angepasste Datenerhebungsreglement umzusetzen. Neu wurden Fälle der kardialen und der pulmonalen Rehabilitation breiter erhoben. H+ hat das Ziel, noch mehr Kliniken für die Datenerhebung zu gewinnen, angesichts des beträchtlichen Aufwandes für jedes neu teilnehmende Mitglied auch 2015 erfreulich gut erreicht: 18 Kliniken haben mitgemacht. Die Daten sind für die Berechnung der Einführungsversion 1.0 vorgesehen. Weitere Klinken bereiteten sich auf die Teilnahme an den Datenerhebungen ab 2016 vor.

ST Reha Version 0.3 publiziert
Dank der Mitwirkung der Referenzkliniken konnte die SwissDRG AG am 2. Dezember 2015 die ST Reha Version 0.3 präsentieren. Sie basiert auf den 2014 erhobenen Daten von rund einem Viertel aller Rehabilitationsfälle in der Schweiz. Die statistische Auswertung und die Modellierung übernahm die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW).

Wechsel der Projektorganisation

Die ST Reha Version 0.3 ist die letzte Version, welche von der SwissDRG AG mandatierten Projektorganisation ST Reha, bestehend aus H+ und MTK, erarbeitet worden ist. Seit dem 1. Januar 2016 ist die SwissDRG AG für die operativen Arbeiten und somit die Projektorganisation verantwortlich. Sie greift dabei weiterhin auf die Mitwirkung der ZHAW bei der Datenauswertung und als Datenempfängerin zurück. Für die datenliefernden Kliniken ändert sich durch den Wechsel wenig. Die Partner der SwissDRG AG bringen sich seit März 2016 in einem beratenden Gremium in die weitere Tarifentwicklung ein. Für H+ sind die Aktivkonferenz Rehabilitation und die Gruppierung Rehabilitation wichtige Informationsquellen, um die Anliegen seiner Mitglieder angemessen zu vertreten und in die Weiterentwicklung einzubringen.

Änderungen in Datenerhebungsvorlage 2016

Die im 2015 publizierte Datenerhebungsvorgabe 2016 bringt technische Anpassungen mit sich: Ganz im Sinne des datengetriebenen, lernenden Systems kann beispielsweise auf die Erfassung von bestimmten klinischen Daten, welche nach den jüngsten Datenauswertungen nicht mehr der Verbesserung der Tarifstruktur dienen, verzichtet werden. Andererseits sind zusätzliche Informationen für die Verbesserung oder die Plausibilisierung des Systems neu aufgenommen worden.