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Patientensicherheit und Qualität im Fokus

Förderung der Patientensicherheit mit medizinischen Peer Reviews, Transparenzsteigerung bei der Spitalinformation, Unterstützung von sinnvollen Vorgaben bei der Strukturqualität, partnerschaftliche Definition von Minimalanforderungen bei medizinischen Registern und Finalisierung der neuen webbasierten Vorlage des Qualitätsberichts. Das waren die Themenschwerpunkte von H+ im 2015.

2015 hat H+ die bestehende Wordvorlage für den Qualitätsbericht in eine datenbankbasierte Vorlage überführt und damit das 2014 gestartete Projekt „eQualitätsbericht“ abgeschlossen. Mit der neuen Vorlage sollen der Dokumentationsaufwand für die Spitäler und Kliniken minimiert, die Benutzerfreundlichkeit und Lesbarkeit erhöht und eine einheitlichere Berichterstattung erreicht werden.
Dank der webbasierten Vorlage besteht neu eine direkte Verbindung zum Spitalsuche- und Qualitätsportal spitalinformation.ch. Um den Patientinnen und Patienten die Qualitätsaktivitäten eines Spitals aufzuzeigen, können Akutspitäler sowie Psychiatrie- und Rehabilitationskliniken die Angaben im Qualitätsbericht zur Strategie, zu den Qualitätsmessungen, Registern, Zertifikaten und Qualitätsprojekten direkt auf ihre Profile übertragen und den ganzen Bericht zum Herunterladen aufschalten.

Im Laufe des Projekts hat H+ regelmässig bei der Fachkommission Qualität Akutsomatik (FKQA) und den beteiligten Gremien und Partnern (GDK, ANQ, Patientensicherheit Schweiz) die Meinungen und Empfehlungen zum Berichtsinhalt abgeholt. Im Frühling 2015 testete H+ die Website des Qualitätsberichtes selbstständig und danach zusammen mit verschiedenen Pilotspitälern. Im November 2015 wurde nach Abschluss der Nachbesserungen und Integration der Übersetzungen die neue Website aufgeschaltet. Die Spitäler und Kliniken können somit 2016 erstmals den Qualitätsbericht in elektronischer Form erfassen und direkt auf spitalinformation.ch hochladen.
Das inhaltliche Ziel von H+ bleibt dasselbe: Die Spitäler und Kliniken können neben der Berichterstattung über ihre Prozess- und Ergebnisqualität ausgewählte, zum Teil spitalspezifische Qualitätsaktivitäten und -projekte sowie konkrete Verbesserungsmassnahmen dokumentieren und diese transparent veröffentlichen.

spitalinformation.ch: Erweiterung der Qualitätsinformationen und Medienpräsenz

Die Plattform spitalinformation.ch stellt seit 2008 für jedes H+ Aktivmitglied ein Online-Profil zur Verfügung. Das Suchportal war 2015 vermehrt in den Medien präsent. Dies im Zusammenhang mit der H+ Jahresmedienkonferenz, dem allgemeinen Fokus auf das Thema Qualität und aufgrund der Aufschaltung von diversen Spitalvergleichsdiensten weiterer Anbieter.
Bei spitalinformation.ch ist der Name Programm: Das Portal beinhaltet Informationen über Spitäler und Kliniken, um Patienten bei der Spitalsuche zu unterstützen. Die Angaben werden ständig erweitert und aktualisiert, um Transparenz, Vollständigkeit und Verlässlichkeit zu garantieren. Mit der automatischen Datenübertragung aus dem elektronischen Qualitätsbericht werden künftig zu den bestehenden Angaben noch zusätzliche Qualitätsinformationen veröffentlicht.

Allianz Peer Review CH: Start der interprofessionellen Peer Reviews
Gemeinsam mit der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) und der Schweizerischen Vereinigung der Pflegedienstleiterinnen und Pflegedienstleiter (SVPL) fördert H+ Peer Reviews basierend auf Routinedaten und setzt sich für die Helvetisierung des deutschen IQM Peer Review Verfahrens ein. Im Herbst 2015 testeten vier Pilotspitäler erstmals eine interprofessionelle Form der IQM Peer Reviews auf Deutsch und Französisch. Die Rückmeldungen zur Einbindung von Pflegefachpersonen in das bis anhin ausschliesslich ärztliche Verfahren fielen in der Deutsch- und Westschweiz sehr positiv aus. Das Verfahren dient den Spitälern und Kliniken nebst vielen weiteren Aktivitäten als Qualitätssicherungsmassnahme. Mehr dazu finden Sie unter dem diesjährigen Schwerpunktthema.

Nationales Konzept für medizinische Register
H+ hat sich 2015 entschlossen, dem unkoordinierten Wachstum und den unterschiedlichen Anforderungen im Bereich der medizinischen Register konstruktiv entgegenzuwirken. Gemeinsam mit dem Nationalen Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken (ANQ), der FMH, der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) und dem Verband Universitäre Medizin Schweiz hat H+ begonnen, Empfehlungen zur Erstellung und Führung von medizinischen Registern zu erarbeiten. Das Dokument zielt darauf ab, die Qualität von medizinischen Registern zu fördern, diese breit abzustützen, deren Nutzen zu steigern und vor allem auf nationaler Ebene sicherzustellen, dass die verschiedenen Register aufeinander abgestimmt sind. Die Empfehlungen werden im Frühjahr 2016 verabschiedet und veröffentlicht.

Normen, Richtlinien und Zertifikate

Zu den Infrastrukturen und Behandlungsprozessen in den Spitälern und Kliniken existieren zahlreiche Richtlinien und Normen. Meist erarbeiten medizinische oder andere Fachgesellschaften diese. Aktuell werden die Vorgaben immer öfter verbindlich erklärt als Minimalvorgabe bei kantonalen Spitalplanungen, zur Abrechnung bestimmter Tarifpositionen oder zur differenzierten medizinischen Codierung. Beispiele hierfür sind die Richtlinien für die Anerkennung von Intensivstationen (IS), Intermediate Care Units (IMCU), Stroke Units und Stroke Centers sowie QUALAB (KBMAL). H+ unterstützt Normen und Richtlinien, solange diese in erster Linie auf die Förderung der Patientensicherheit sowie der Qualitätsverbesserung ausgerichtet bleiben.

H+ wird auch in den kommenden Jahren seine Mitglieder und Partner bei den Themen Qualitätssicherung und -optimierung unterstützen und so miteinander ein gemeinsames Qualitätsverständnis weiterentwickeln.